Fritz Kobel

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Nachfolgend ein Selbst-Portrait aus der Clubzeitung vom Februar '95

Darf's eine BMW R 80 GS sein?

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Die meisten der SSRT-Mitglieder würden mich wohl an der BMW erkennen. Und das kam so....

Während der Schulzeit war ich des öfteren mit unterschiedlichen Motorrädern im nahegelegenen Wald anzutreffen. Im 3. Lehrjahr meiner Lehre als Automechaniker kaufte ich eine Motocross 250 Husqvarna. Nach einer "Trainigs-Saison" fand ich das, was mir viel besser lag, ein Trial-Motorrad Montesa Cata 247. Damit bestritt ich zuerst Junioren, dann Nationale Trials in der Schweiz. In dieser Trial-Szene fühlte ich mich wohl.

Im Herbst 1980 konnte ich die 6 Semester am Technikum Biel der Autoabteilung mit Erfolg abschliessen. Doch was ist ein Meister ohne Meisterstück? Ueli Röthlisberger gab mir Gelegenheit mein Meisterstück zu machen: Ein Fahrzeug für die Paris-Dakar vorbereiten und während 20 Tagen zu betreuen, damit es bis nach Dakar kommt und... es kam!! Nur so nebenbei: Bei den Motorrädern gewann eine BMW R 80 GS, gefahren von Hubert Auriol.
Das Meisterstück beinhaltete die Vorbereitung der 2 Toyota Hilux, 4 Toyota Land Cruiser zu betreuen und aktiv mitzuhelfen, einen Lastwagen nach Dakar zu bringen. Wir haben hart gearbeitet, aber im Team wurden auch Voraussetzungen geschaffen, damit wir am Erfolg teilhaben konnten. Die Teamarbeit war einfach super. Im Lastwagen hatten wir mit Kurt Liechti einen Chauffeur-Spezialisten, der es zum Beispiel geschafft hat, den Lastwagen ohne Einsanden nach Dakar zu bringen. Seine Fähigkeit, Fahrsituationen einzuschätzen, sich vorzubereiten und dann durchzuziehen hat uns viel geholfen. Auch ein toller Kumpel war Marc Proz. Er übernahm die Navigation - wohlverstanden fehlerfrei. Meine glückliche Hand half über diverse technische Probleme hinweg. Mit der notwendigen Portion Glück dazu erreichten wir Dakar. Das Team Suisse Paris Dakar (TSPD) brach auch trotz harten Bewährungsproben nicht auseinander - eine tolle Erfahrung!

Im April nahm mich Kurt Liechti mit zu einem Sprachaufenthalt nach England. Dabei fuhren wir mit Erfolg die Scotich Six Days in Fort Williams. Anschliessend, auf der Ile of Man während den TT-Races, konnte ich das erste Mal eine BMW R 80 GS fahren.

Zurück in der Schweiz holte mich Subaru Schweiz um im Team mit Bernhard Russi das Paris-Dakar zu bestreiten. Die Motivation, das Team und das Getriebe gingen bereits in Algerien kaputt! Mit ein bisschen Geld verdienen, Hans Uhlmann einen schönen Hilux aufbauen, für Edy Näf ein Team zusammenstellen und mit 2 Mercedes Puch G begann ich das nächste neue Jahr in Paris beim Start für Paris-Dakar. Beim Abflug mit Schraube und Rolle ging ein Auto, eine Freundschaft und diverses anderes zu Bruch.

Ein Jahr später begleitete mich meine Freundin Kathrin im wieder gerichteten G mit Möris nach Afrika. Die Freude, die Kathrin an Afrika hatte flog mit der REGA wohl nach Hause - sie hat sie nicht wieder gefunden.

Womit meine Lern- und Wanderjahre dem seriösen Berufsleben wichen. Als dann 2 Jahre später die Kasse gefüllt war, gab es eine neue GS.
1988/89 absolvierte ich das Nachdiplomstudium Unternehmensführung. Ein Jahr später half ich meinem Bruder ein Geschäft zu eröffnen. Wir stellten mit 15 Mitarbeitern Faltmaschinen für Grosswäschereien und Spezialmaschinen her. Meine Spezialität sind die SPS-Steuerungen.

Ich bin mit Kathrin verheiratet, wohnen mit unseren zwei Kindern Adrian (Jg. 89) und Kristina (Jg. 91) in Hettiswil.
Durch meine Arbeit im SSRT Vorstand als Beisitzer und Zeitungshersteller hoffe ich auch etwas weitergeben zu können.
Ich habe im Sport von vielen "Machern und Sponsoren" profitieren können. - Merci -

Fritz Kobel mit Gummikuh auf einer Alp

Fritz Kobel
Februar '95

 

Anmerkung des WebMasters:
Was hat Fritz wohl hingeblättert, dass ihn ein Heli auf diesem Felsvorsprung aussetzte und wieder abholte?

 

 

Swiss Safari Rallye Team
(18-Jul-2010)