Die meisten der SSRT-Mitglieder würden mich wohl an der BMW
erkennen. Und das kam so....Während der Schulzeit war ich des öfteren mit
unterschiedlichen Motorrädern im nahegelegenen Wald anzutreffen. Im 3. Lehrjahr meiner
Lehre als Automechaniker kaufte ich eine Motocross 250 Husqvarna. Nach einer
"Trainigs-Saison" fand ich das, was mir viel besser lag, ein Trial-Motorrad
Montesa Cata 247. Damit bestritt ich zuerst Junioren, dann Nationale Trials in der
Schweiz. In dieser Trial-Szene fühlte ich mich wohl.
Im Herbst 1980 konnte ich die 6 Semester am Technikum Biel der Autoabteilung mit Erfolg
abschliessen. Doch was ist ein Meister ohne Meisterstück? Ueli
Röthlisberger gab mir Gelegenheit mein Meisterstück zu machen: Ein Fahrzeug für die
Paris-Dakar vorbereiten und während 20 Tagen zu betreuen, damit es bis nach Dakar kommt
und... es kam!! Nur so nebenbei: Bei den Motorrädern gewann eine BMW R 80 GS, gefahren
von Hubert Auriol.
Das Meisterstück beinhaltete die Vorbereitung der 2 Toyota Hilux, 4 Toyota Land Cruiser
zu betreuen und aktiv mitzuhelfen, einen Lastwagen nach Dakar zu bringen. Wir haben hart
gearbeitet, aber im Team wurden auch Voraussetzungen geschaffen, damit wir am Erfolg
teilhaben konnten. Die Teamarbeit war einfach super. Im Lastwagen hatten wir mit Kurt
Liechti einen Chauffeur-Spezialisten, der es zum Beispiel geschafft hat, den Lastwagen
ohne Einsanden nach Dakar zu bringen. Seine Fähigkeit, Fahrsituationen einzuschätzen,
sich vorzubereiten und dann durchzuziehen hat uns viel geholfen. Auch ein toller Kumpel
war Marc Proz. Er übernahm die Navigation - wohlverstanden fehlerfrei. Meine glückliche
Hand half über diverse technische Probleme hinweg. Mit der notwendigen Portion Glück
dazu erreichten wir Dakar. Das Team Suisse Paris Dakar (TSPD) brach auch trotz harten
Bewährungsproben nicht auseinander - eine tolle Erfahrung!
Im April nahm mich Kurt Liechti mit zu einem Sprachaufenthalt nach England. Dabei
fuhren wir mit Erfolg die Scotich Six Days in Fort Williams. Anschliessend, auf der Ile of
Man während den TT-Races, konnte ich das erste Mal eine BMW R 80 GS fahren.
Zurück in der Schweiz holte mich Subaru Schweiz um im Team mit Bernhard Russi das
Paris-Dakar zu bestreiten. Die Motivation, das Team und das Getriebe gingen bereits in
Algerien kaputt! Mit ein bisschen Geld verdienen, Hans Uhlmann
einen schönen Hilux aufbauen, für Edy Näf ein Team zusammenstellen und mit 2 Mercedes
Puch G begann ich das nächste neue Jahr in Paris beim Start für Paris-Dakar. Beim Abflug
mit Schraube und Rolle ging ein Auto, eine Freundschaft und diverses anderes zu Bruch.
Ein Jahr später begleitete mich meine Freundin Kathrin im wieder gerichteten G mit
Möris nach Afrika. Die Freude, die Kathrin an Afrika hatte flog mit
der REGA wohl nach Hause - sie hat sie nicht wieder gefunden.
Womit meine Lern- und Wanderjahre dem seriösen Berufsleben wichen. Als dann 2 Jahre
später die Kasse gefüllt war, gab es eine neue GS.
1988/89 absolvierte ich das Nachdiplomstudium Unternehmensführung. Ein Jahr später half
ich meinem Bruder ein Geschäft zu eröffnen. Wir stellten mit 15 Mitarbeitern
Faltmaschinen für Grosswäschereien und Spezialmaschinen her. Meine Spezialität sind die
SPS-Steuerungen.
Ich bin mit Kathrin verheiratet, wohnen mit unseren zwei Kindern Adrian (Jg. 89) und
Kristina (Jg. 91) in Hettiswil.
Durch meine Arbeit im SSRT Vorstand als Beisitzer und Zeitungshersteller hoffe ich auch
etwas weitergeben zu können.
Ich habe im Sport von vielen "Machern und Sponsoren" profitieren können. -
Merci -

Fritz Kobel
Februar '95
Anmerkung des WebMasters:
Was hat Fritz wohl hingeblättert, dass ihn ein Heli auf diesem Felsvorsprung aussetzte
und wieder abholte?