1960 als Nachzügler in eine Familie geboren in welche
Autos und Motoren zum Tagesgespräch gehörten. Der ständige Wechsel im Fahrzeugpark
meiner beiden Brüder (Porsche S90, Honda S 800, Fiat Abarth, Triumph TR 3A, Austin Healey
3000 etc.) infizierte auch ich mit dem Benzinvirus.Meine Lehre absolvierte ich dann
doch nicht als Auto- oder Motorradmech sondern als Hochbauzeichner (sass wohl schon damals
lieber hinter dem Steuer als unter dem Fahrzeug).
Nach der Stifti kaufte ich mir meinen ersten fahrbaren Untersatz, einen Austin Healey
Sprite Mk IV, Jg. '67 (jetzt wissen wir auch wieso sich Heinz als
e-mail-adresse healey@gmx.ch ausgesucht
hat...)
Da die Brüder meiner Freundin dauernd an Motorrädern schraubten und bastelten, begann
ich mich auch für diese zu interessieren. Mit einer Moto Guzzi Stornello Sport 125 begann
meine 2-Radkarriere.
Der Healey und die Guzzi als meine beiden ersten Fahrzeuge stehen heute immer noch in
unserer Garage und warten auf ihren zweiten Frühling.
1983, während eines Sprachaufenthalts in England, meldete mich ein Kollege in der
Schweiz bei der nationalen Ausscheidung des Marlboro-Challange an, welcher zum Ziel hatte,
jungen Leuten den Einstieg in den Motorsport zu erleichtern. Als Preis winkte eine
komplette Rennsaison in einem Formel Ford mit allem drum und dran. Nach diversen
Ausscheidungen und einem tägigen Fahrtest in Lignières konnten 10 Fahrer den Lizenzkurs
des SAR/ACS auf dem Hockenheimring mit zur Verfügung gestellten Ford Sierra XR 4 i
absolvieren. Für den 1. Preis reichte es mir nicht, aber mit einer Rennlizenz Gruppe N GT
bis 3 Liter im Gepäck kehrte ich nach Hause zurück.
Sofort machte ich mich daran, meine Rennfahrerkarriere zu starten, musste aber sehr bald
frustriert feststellen, dass meine finanziellen Mittel auch für die billigste Rennklasse
(Renault 5 Cup ca. Fr. 30'000.- pro Saison ohne Fahrzeug) bei weitem nicht reichten. Als
Newcomer hat man auch bei der Sponsorensuche so seine Probleme.
An der Rennwagen- und Motorausstellung in Bern machte ich Bekanntschaft mit dem SSRT
und meldete mich zum Jahreswechsel 84/85 zu einer Reise mit dem Motorrad nach Algerien an,
welche teilweise den Spuren der Paris-Dakar folgten. 1986/87 organisierten wir mit
Kollegen selbst eine Tour nach Tunesien. Diesmal mit dem Landi, um mit den Teilnehmern des
TAR (Trans American Rallye) noch ein wenig zu üben.
NB: Das TAR sollte von Alaska nach Mexico führen, musste aber wegen diversen Problemen
abgesagt werden.
Der frühe Tod meines zukünftigen Schwagers, zu dem ich durch die Motorräder und die
gemeinsamen Abenteuer eine gute Beziehung hatte, traf mich stark. Dadurch verlor ich für
längere Zeit die Freude an solchen Aktivitäten. Ich begann meine Lebenssituation neu zu
überdenken.
Im Januar 1988 heirateten Ursula und ich. Unser erster Sohn Tim kam im selben Jahr auf die
Welt und Ken kam 1992 dazu.
Ab 1990 nahmen Ursula und ich mit unserem Landi vermehrt wieder an SSRT-Veranstaltungen
teil.
1993 wurde ich in den Vorstand des SSRT gewählt. Uns Beisitzern wurde das SSRT-Info
anvertraut.
Heinz Zimmermann
Oktober 1994